persönliches

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Worte waren ursprünglich Magie

"Es ist schon so wie es ist, aber es könnt' auch anders sein" Karl Valentin

Sprache hat mich schon früh fasziniert. Es sind Geschichten die wir uns selbst und anderen immer wieder erzählen.

Manchmal sind wir regelrecht "gefangen in unserem Film". Aber wir haben ebenso die Fähigkeit unsere Geschichte immer wieder umzuschreiben, uns aus unserem Film zu befreien. Ich liebe es Menschen genau dabei behilflich zu sein!

Auch meine Geschichte hört sich rückblickend nicht so an, wie ich sie subjektiv mit all ihren Höhen und Tiefen seinerzeit empfunden habe:

Motiviert durch eine existentiell einschneidende Erfahrung mit Anfang 20, wußte ich, dass meine Berufung mit Kommunikation zu tun haben muss. Coaching war mir damals noch kein Begriff, also entschied ich mich für das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, wobei mir die "Gesellschaft" als Fokus näher lag. Kommunikation als Profession schien mir die beste Grundlage für mein Bedürfnis, meine Erfahrung bzw. meine Erkenntnisse daraus mit meinen Mitmenschen zu teilen. Durch meine Mitarbeit beim Management Zentrum Witten kam ich in Kontakt mit der damals führenden Einrichtung für Aus- und Weiterbildung von Beratern mit systemischem Hintergrund. Nach Abschluss meines Studiums führte ich meine Professionalisierung fort, indem ich berufsbegleitende Ausbildungen in Mediation und Konfliktcoaching, zum Trainer für Kommunikations- und Verhaltenstraining sowie in systemischem Coaching besuchte. Darüber hinaus habe ich mich zum Berater für Kompetenzbilanzierung mit dem Talentkompass NRW qualifiziert und diesen in unzähligen Workshops und prozessbegleitenden Einzelsitzungen durchgeführt.

Das sieht aus heutiger Sicht sehr gradlinig aus, damals hatte ich jedoch überhaupt keinen Plan wohin es mit mir gehen sollte. Das Studium war interessant, aber es ging dabei vor allem um Marketing, Werbung, PR, keines der Felder auf dem ich meine berufliche Zukunft sah, nachdem ich diverse Praktika auf diesen Gebieten absolviert hatte. Die Ausbildung in Mediation und Konfliktcoaching war dann, nachdem ich meine Diplomarbeit über Gewaltfreie Kommunikation geschrieben hatte, die Aneignung der praktischen Seite dessen, was ich eigentlich wollte. Dabei erst ist mir klar geworden, dass mich Coaching mehr interessierte, als das Vermitteln zwischen zerstrittenen Parteien, wenn auch mir letzteres leicht fällt und mir ein Talent dafür nachgesagt wird.

Als ich dann eine systemische Coachingausbildung angehen wollte, überzeugte mich mein damaliger Mentor von artop, dass nach meiner Ausbildung in Mediation und Konfliktcoaching eine weitere Coachingausbildung mit weniger Lerneffekt für mich einhergehen würde, als die Ausbildung zum Kommunikations- und Verhaltenstrainer. Zwar tat ich mich anfangs nicht leicht mir vorzustellen vor Gruppen zu stehen und Trainings durchzuführen, aber das Argument, gerade dort zu lernen wo ich keine Stärke von mir sehe, überzeugte mich.

Hauptberuflich bin ich dennoch Coach geworden. Nach rund fünf Jahren Berufstätigkeit als Coach und Bildungsberater habe ich schließlich doch noch an der Ausbildung zum systemischen Coach bei artop teilgenommen, diesmal jedoch als Ausbildungsassistent. Durch das Schreiben des Protokolls habe ich einerseits 100% der Ausbildungsinhalte aufnehmen und anschließend noch ins Reine schreiben müssen, andererseits dadurch aber mehr gelernt, als ich das als normaler Teilnehmer wohl hätte. Dabei ist mir klar geworden, wieviel ich schon weiß und auf wieviel Erfahrung ich schon zurückblicken kann. Eine typische Falle für den geborenen Coach ist es nämlich, dass er meint, nie ausreichend ausgelernt zu haben, die Erfahrung zeigt einem dann aber irgendwann, dasss man als Coach sowieso nie auslernt, dadurch aber auch nie zum "alten Eisen" gehören wird, sondern stattdessen immer besser wird. Und damit einher geht, dass diese Arbeit mit der Zeit immer mehr Spaß macht!